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Warum zu viel Social Media nicht gesund für Cosplayer ist

Hey Leute, willkommen zu einem weiteren Blogbeitrag rund um das aufregende Leben der Cosplayer! Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das vielleicht nicht oft genug diskutiert wird: Die Auswirkungen von zu viel Social Media auf die Gesundheit von Cosplayern. Klar, wir lieben es, unsere Kostüme und Projekte online zu präsentieren, aber es ist wichtig, über die potenziell negativen Seiten nachzudenken.

Inhalt

Die Magie und die Gefahren von Social Media

Keine Frage, Social Media hat die Art und Weise, wie wir unsere Kreativität teilen und mit der Community interagieren, revolutioniert. Als Cosplayer können wir unsere fantastischen Outfits einer weltweiten Fangemeinde zeigen und uns mit Gleichgesinnten austauschen. Es ist eine großartige Möglichkeit, Inspiration zu finden und neue Freundschaften zu schließen.
Aber hier kommt das Problem: Die ständige Online-Präsenz kann einen enormen Druck erzeugen. Wir beginnen, unsere Kostüme nicht mehr nur für die Leidenschaft zum Cosplay anzufertigen, sondern auch für die Likes, Kommentare und Follower. Es ist leicht, in die Falle zu tappen, die eigene Selbstachtung von den Reaktionen in den sozialen Medien abhängig zu machen. Das führt zu Stress, der wiederum die mentale Gesundheit negativ beeinträchtigt.

"Vergleichitis" und dein Selbstwertgefühl

Ein weiteres Problem, das auftreten kann, ist die ständige Vergleichitis. Wir sehen atemberaubende Cosplays anderer Leute und fühlen uns plötzlich unsicher über unsere eigenen Fähigkeiten. Dies kann zu einem geschwächten Selbstwertgefühl führen und uns daran hindern, unsere Projekte voll und ganz zu genießen.
Aber ist dir schon einmal aufgefallen, wenn man sich vergleicht, verliert man immer? Es kommt wirklich super selten vor, wenn man sich vergleicht, dass der Gedanke aufkommt, man selbst sei etwas besseres. Das liegt auch etwas an Social Media, denn jeder zeigt logischerweise nur das, was ästhetisch oder perfekt aussieht um mehr Reichweite zu bekommen. Und gerade wenn man als Cosplayer in seinem eigenen Con Crunch Chaos sitzt, sehen die Anderen meistens besser organisiert, besser geschminkt oder besser beim craften aus. Aber: Denke daran, jeder hat seine eigene Reise und seine eigenen Stärken. Wir sind alle individuelle Menschen, mit eigenen Stärken und Schwächen. Jeder hat eigene Prioritäten, jeder hat eigene Erfahrungen und eigene Skills. Deshalb sollte man mit dem Vergleichen gar nicht erst anfangen.

your feelings are valid - evelyncosplay.de

Die Social Media Falle

Wie oft ist es mir selbst schon passiert, dass ich mich im endlosen Scroll-Strudel der Social Media Feeds verirrt habe? Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Die Apps sind genauso konzipiert, dass sie ein gewisses Belohnungs- und Lustzentrum in unserem Gehirn mit permanentem Dopamin füttern. Das führt logischerweise dazu, dass man das Smartphone nur sehr schwer aus der Hand bekommt. Für die Betreiber der Apps ist das natürlich super, denn so verbringt man mehr Zeit in der App und kann auch deutlich mehr Werbung konsumieren – ob man will oder nicht.

Eine Untersuchung der DAK-Gesundheit und des deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat eine erhöhte Social-Media-Abhängigkeit bei 12 bis 17-Jährigen aufgezeigt.
Gerade das hohe und dennoch versteckte Suchtpotential macht Social Media so gefährlich.

Statistik über die Auswirkungen von Social Media bei Jugendlichen - Quelle: Statista.com

Deshalb ist es sinnvoll auf die Nutzungsdauer und wofür man Social Media verwendet zu achten! Denn nicht nur Jugendliche sind davon betroffen, auch Millenials und ältere Gen Z, sowie Boomer und Gen X sind davon betroffen.

Die besten Tipps für eine gesündere Balance

Bedeutet das, dass wir Social Media komplett meiden sollten? Natürlich nicht! Es geht um die richtige Balance. Hier sind einige Tipps, um eine gesündere Beziehung zu Social Media zu entwickeln:

  1. Setzt klare Grenzen: Lege fest, wie viel Zeit du täglich für Social Media aufwenden möchtest, und haltet euch auch daran. Dazu macht es auch Sinn im Smartphone eine Bestandsaufnahme der einzelnen Apps abzurufen und sich mal vor Augen zu führen, wie viel Zeit man eigentlich dort verbringt.
    Dazu gehst du einfach in dein Einstellungen in den Unterpunkt „Digital Wellbeing“. Dieser ist bei neueren Modellen automatisch integriert.

  2. Priorisiere deine Gesundheit: Denk daran, dass echte Begegnungen für die physische und mentale Gesundheit wichtiger sind als Online-Anerkennung. Quality Time ensteht nur durch Live-Begegnungen mit Freunden. Außerdem bewegst du deinen Körper, was ein weiterer eindeutiger Pluspunkt ist.

  3. Verfolge deine eigenen Ziele: Lass dich nicht von der Anzahl der Likes beeindrucken. Mach Cosplay, weil es dir Freude bereitet, nicht um anderen zu gefallen. Dabei ist es auch völlig egal, ob du dich einfach nur gerne in Schale wirfst, oder gerne etwas selbst craftest.

  4. Plane Offline-Zeiten: Setze regelmäßige Pausen ein, in denen du dich bewusst von Social Media trennst und dich auf andere Aktivitäten konzentrierst. Hier dir dein Smartphone auch wieder eine Hilfe sein: In den Einstellungen unter „Digital Wellbeing“ kannst du die Nutzung einzelner Apps auf eine bestimmte Zeit pro Tag begrenzen. Das hilft ungemein, um das Handy öfters mal weg zu legen.

  5. Fokus auf Authentizität: Sei du selbst und sei echt! Teile deine Reisen und Herausforderungen als Cosplayer. Das schafft eine engere Bindung zu eurer Community. Außerdem wirkt es dem „Perfektionismus“ auf Social Media entgegen und wirkt sich so positiv auf andere und dich selbst aus.

  6. Übe Achtsamkeit: Übe Achtsamkeit und achte auf dich und deine Bedürfnisse. Scrollst du gerade nur sinnlos herum, weil du deinen Gefühlen aus dem Weg gehen möchtest? Besser wäre es, wenn du dir bewusst machst, was du gerade tust und was die sinnvollere und gesündere Alternative wäre. Achtsamkeitsübungen helfen dir dabei.

Fazit

Social Media kann ein toller Ort sein, um die Leidenschaft fürs Cosplay zu teilen, aber zu viel davon kann definitiv schädlich sein. Es ist sehr wichtig, bewusst mit dem Online-Verhalten umzugehen und sicherzustellen, dass es die mentale und physische Gesundheit nicht beeinträchtigt. Also, lass uns gemeinsam eine gesündere Balance finden und das Beste aus unserer Cosplay-Reise herausholen!

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Evelyn

Ich bin deutsche Cosplayerin seit über 8 Jahren. Den Cosplay Blog habe ich seit 2019 selbst aufgebaut! 2012 habe ich meine Ausbildung als Bauzeichnerin im Fachbereich Ingenieurbau erfolgreich abgeschlossen. Ab 2020 habe ich meine Karriere im Bereich des Marketing Managements begonnen. Neben meiner Tätigkeit als Managerin bin ich außerdem als Grafik Designerin tätig.

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