Die Leipziger Buchmesse 2026: Eigentlich sollte man bei dem Namen denken es handelt sich um eine Buchmesse. Gleichzeitig findet aber auch immer die Manga Comic Con statt. Diese ist Teil der Buchmesse und es gibt keine separaten Tickets. Aber funktioniert dieses Zusammenspiel zwischen Cosplay, Manga, Convention und Buchmesse? Im Blog lest ihr Alles wichtige dazu.
Die Leipziger Buchmesse oder meist auch nur LBM genannt fand vom 19.-22. März 2026 in der Leipziger Messe statt. Auch wenn man es nicht denken mag, gehört die LBM bzw. die MCC (Manga Comic Con) zu einer der größeren deutschen Cosplay Conventions.
— Im Folgenden werde ich hauptsächlich über die MCC berichten. —
Übersicht Themen
Anfahrt und Unterkunft Leipziger Buchmesse 2026
Die LBM ist ein Besuchermagnet. Dieses Jahr waren laut Pressemitteilung 313.000 Menschen vor Ort. Das spiegelt sich auch immer im Verkehr vor Ort wieder.
Freitags war unser erster Tag und wir sind gegen 10:30 Uhr mit dem Auto angereist.
Die Messe öffnete um 10 Uhr. Egal aus welcher Richtung ihr anreist könnt ihr euch lediglich in die Schlange zum Parkplatz einreihen. Ihr zahlt ca. 10 Euro Parkgebühren.
In der nähe gibt es auch ein kostenlosen Park&Ride Parkplatz, auf welchem wir bereits bei der Caggtus 2024 geparkt hatten. Hier sind die Parkplätze aber sehr rar gesäht. Die Wahrscheinlichkeit hier nach 9 Uhr noch einen Parkplatz zu finden geht gegen 0.
Ich rate euch deshalb wenn irgendwie Möglich mit dem Nahverkehr anzureisen, welcher auch im Ticketpreis enthalten ist. Wenn ihr irgendwo Richtung Leipzig eure Unterkunft habt, ist das meistens die bessere Wahl, auch wenn es natürlich mal etwas voller in der Bahn werden kann.
Während der Messe gibt zusätzliche Bahnen und alle verkehren bis zum Hauptbahnhof.
Vom Autochaos empfinde ich das ganze so wie die Dokomi… damit zwar etwas besser als die Gamescom, aber angenehm ist auch anders.
Unterkünfte sind so wie bei anderen Großveranstaltungen sehr schnell ausgebucht und meist auch sehr teuer. Wir haben wirklich per Zufall um Neujahr herum eine günstige Unterkunft in einem Leipziger Wohngebiet gefunden. Ich war mir wegen des günstigen Preises von 90€/Nacht nicht mal sicher, ob ich irgendwie das Kleingedruckte nicht gelesen habe. Meistens gibt es Unterkünfte während der LBM nämlich nur mit deutlichem Aufschlag, sodass ihr in der Leipziger-Region eher mit 150€/Nacht rechnen müsst. Mein Tipp wäre also sehr früh etwas zu reservieren und gerade um Neujahr, wenn vielleicht Zimmer neu eingestellt werden nochmal zu schauen ob man per Zufall etwas günstigeres findet.
Hallen und Erlebnisse
Die LBM fand in allen Hallen der Messe Leipzig statt, also Halle 1-5 sowie der Glashalle.
Die MCC fand aber eigentlich nur in 1 ½ Hallen statt und wenn man es realistisch sieht eigentlich nur in 1 1/3. Die Aufteilung der Hallen war in Ordnung. In Halle 1 war etwas über die Hälfte für Händler und Merchandising. Etwas weniger als die Hälfte war mit Künstlern gefüllt.
In Halle 3 war der obere Teil der Halle noch von der MCC dort waren vor allem Merch-Händler, aber auch Comic und Manga-Verlage wie Carlsen und Panini zu finden. Außerdem gab es einen kleinen Gaming Bereich.
Auch wenn die Aufteilung selbst in Ordnung war und auch die Gänge – trotz vieler Besucher – meist gut begehbar waren, so muss ich doch sagen, dass mich die Atmosphäre des ganzen nicht so ganz überzeugt hat. Auf anderen Conventions hat man – wie soll ich sagen – irgendwie ein nerdigeres Gefühl? Ich versuch es euch ein bisschen zu beschreiben.
Auf der Polaris hat man trotz des großen Besucheraufkommens immer wieder diese Container stehen. Ab und zu mal ein Photospot oder etwas Deko. Das gab es hier in der Form einfach nicht. Vergleiche ich das z.B. mit einer Comic Con, habe ich dort meist einfach noch etwas zum anschauen – ein Star Wars TIE-Fighter, eine Hulk Figur oder eben ein Cosplay Stand von einer Fangruppe, die das ganze etwas lebendiger wirken lässt. Die MMC ist dagegen sehr steril. Ihr werdet keine Cosplayerstände finden. Größere Dekorelemente oder etwas charakteristisches haben die Hallen der MCC nicht.
Das soll nicht heißen, dass die Hallen schlecht sind oder man sich nicht gerne darin aufhält, aber es war eben auch keine Besonderheit dabei, welche ich jetzt beschreiben könnte.
Das ganze bringt mich dann aber zu dem, warum ich glaube, dass so viele Cosplayer vor Ort sind: Die Glashalle. Genau diese konnte ich leider während der Caggtus 2024 nicht anschauen, da diese damals nicht Teil der Messe war. Es gibt verschiedene Elemente, Bäume, Stangen, Treppen, Wände. Klingt vielleicht doof, aber es gibt hier viele Möglichkeiten um schöne Bilder zu machen. Insbesondere mit dem angeschlossenem Außenbereich hat man noch Wasser und weitere Möglichkeiten.
Ich würde sagen 50% der Cosplayer die ich getroffen haben verbringen fast den ganzen Tag in der Glashalle. Es gibt auch wirklich Gruppen, welche mit Decken und Piknickkorb sich an bestimmten Stellen ihr „Lager“ aufbauen. Diese bewegen sich dann eben mal zu den Künstlern oder zum Anime-Kino, aber den Großteil der Zeit verbringen sie mit Freunden in der Glashalle zum chillen, abhängen und Spaß haben.
Cosplaycontest und Programm der Leipziger Buchmesse und Manga Comic Con 2026
Leider kann ich über das Programm gar nicht so viel sagen wie ich gerne würde.
Auf anderen Conventions lobe ich oft die Vielseitigkeit des Programms.
Bei der MCC gibt es einen Workshopraum mit verschiedensten Themen über Buchbinden und Japanisch Crashkurse bis hin zu Lolita Fashion. Wer aber Themen wie „Einstieg ins Cosplay“ oder „Wigmaking“ sucht, wird hier nicht fündig werden.
An verschiedenen Ständen gab es eigenes Programm, wie z.B. Bei Panini oder Carlsen verschiedene Mangaka oder auch ein Bereich für Synchronsprecher, welche wir aus diversen Anime kennen.
Die Künstler sind für mich ja immer ein Highlight und auch auf der MCC waren einige Künstler zu finden. Von Freunden habe ich aber gehört, dass im Vergleich zum letzten Jahr die Anzahl an Künstlern geschrumpft sei. Ich empfand den Bereich jetzt nicht als klein, aber auch nicht als besonders groß. Die Auswahl und Vielfalt empfand ich trotzdem als sehr Abwechslungsreich. Trotzdem würde ich gerne mehr Künstler sehen und dafür den Anteil an normalen Händlern verringern.
Außerdem gab es verschiedene Cosplay Contests. Den Leipziger Cosplay Contest (Samstag) den Wunderverlag Cosplaycontest (Samstag) und den CPMD (Sonntag). Ich selbst habe den Leipziger Cosplay Contest gesehen und war positiv überrascht von Umfang und Vielfalt der Auftritte.
Wenn du hier aber einen Sitzplatz haben möchtest, dann musst du frühzeitig da sein. Teilweise standen die Leute schon 1 Stunde vor dem Contest an um einen Sitzplatz zu bekommen. Der Einlass erfolgte dann immer Schrittweise bis alle Plätze belegt waren. Die Hauptbühne befindet sich in Halle 5 und damit nicht im Bereich der MCC… ihr müsst also ein paar extra-Schritte sammeln.
Den CPMD habe ich nur nachträglich auf YouTube geschaut, empfand ihn aber als etwas weniger unterhaltsam als den Contest am Samstag – ist aber nur meine persönliche Meinung. 🙂
Wer sich für Bücher interessiert hat natürlich diverses Programm vor sich. Ich denke wenn ihr gerne lest und Cosplay mögt, dann wird euch das Programm auf der LBM nicht ausgehen.
Verpflegung und Sitzgelegenheiten
Zu Essen gab es in fast jeder Halle etwas – einen Schoko Crépe, Pommes oder vergleichbares hat man fast überall gefunden. Hier haben mir tatsächlich leider etwas die Sitzgelegenheiten gefehlt und so saßen ziemlich viele Menschen einfach auf dem Boden, weil nach dem anstregenden Tag die Füße weh getan haben.
Es ist auch keine Pflicht dort vor Ort etwas zu Essen zu kaufen, es ist auch erlaubt eine eigene Kleinigkeit mit zu bringen und vor Ort zu essen.
Abschließend lässt sich also sagen:
Früher habe ich immer ganz viel über die LBM gesehen und gelesen. Hunderte Storys bei verschiedenen Cosplaynenden welche vor Ort sind.
Gerade dadurch, dass die LBM so früh im Jahr stattfand ist es für viele die erste Con des Jahres und nach einer längeren Winterpause möchte man vielleicht sein neues Cosplay zeigen.
Nachdem die LBM 2020 wegen Corona ausgefallen war, habe ich mich um so mehr gefreut die Con jetzt endlich besuchen zu können und auch endlich einen Blogbeitrag über die Con zu schreiben.
Ich verstehe vollkommen warum Leute die LBM bzw. die MCC mögen. Die Glashalle bietet tolle Spots zum Fotos machen. Es kommen viele Besucher, weshalb man eben oft auch Freunde und Bekannte dort wieder treffen kann. Es gibt einige Künstler und Händler welche man anschauen kann und insgesamt hatte auch ich viel Spaß auf der LBM.
Jedoch sehe ich die Convention jetzt mit anderen Augen.
Früher habe ich immer gedacht ich verpasse was wenn ich nicht auf der LBM bin – also FOMO schlechthin. So viele Leute die dort sind und eine schöne zeit haben… so viele tolle Fotos die dort entstehen.
Doch nun habe ich die Convention selbst gesehen und erlebt und muss sagen, bis auf die Glashalle gibt es hier nicht viel mehr oder weniger als auf anderen Conventions.
Ich weiß gar nicht, ob ich vielleicht durch die vielen positiven Erfahrungen von Leuten einfach eine zu hohe Erwartung hatte. Es gab für meinen Mann und mich nicht wirklich viel Programm das uns interessiert hat. Auf der Hauptbühne gibt es ja nur die Contests. Im Workshopraum gibt es nicht wirklich viel zu Cosplay. Und im Vergleich zu Conventions wie der Animagic, der Dokomi oder der Connichi, habe ich das Gefühl, dass das Thema Cosplay bei der MCC etwas unter geht.
Nach einem Tag hatten wir alles von der MCC gesehen.
Nichts desto trotz hatte ich viel Spaß und habe wirklich viele tolle Menschen getroffen.
Der Preis-Leistungs-Aspekt ist wirklich in Ordnung. Ihr könnt für 60€ vier Tage Con genießen… aber eben mit Abstrichen im Programm. Wenn ihr aber hin geht um Bilder zu machen, Freunde zu treffen und einfach nur ein entspanntes Wochenende zu verbringen, dann ist die LBM sicherlich einen Besuch wert. Und falls ihr gerne lest und euch eh für Bücher interessiert, dann solltet ihr natürlich auf jeden Fall mal hin… aber das versteht sich glaube ich von selbst 🙂
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