You are currently viewing Reste nach Cosplayarbeiten – Wohin damit?

Reste nach Cosplayarbeiten – Wohin damit?

Gerade bei kreativen Hobbys die auch viel Material benötigen, finde ich es wichtig, sich auch Gedanken um deren Entsorgung zu machen. Hier findet ihr die gängigsten Materialien und wo diese entsorgt werden:

1. Stoffreste

Viele Stoffreste kann man zwar noch aufbewahren – jedoch nicht alle. Vor allem bei Zuschnitten von Schnittmustern bleiben meistens kleine Streifen über. Die meisten werden nun denken „Ich verfahre damit genauso wie mit meinem Altkleidern und werfe sie in den Altkleidercontainer“

Ist das jedoch richtig? Was passiert danach mit den Resten eigentlich?

Der Gedanke der Wiederverwertung durch die Altkleiderspende war an und für sich ein super Gedanke.

Allerdings ist es mittlerweile so, dass ganze Kleidungsstücke nach Zustand sortiert werden und zum Beispiel nach Osteuropa, Asien oder Südamerika weiter verkauft werden.

Dass mit „gespendeten“ Kleidungsstücken Geld verdient wird, finde ich ein Unding. Zudem dabei die Qualität der Kleidung eine große Rolle spielt, wohin sie verkauft werden.

Beispielsweise Kleidung die noch wie neu aussieht wird nach Osteuropa verkauft, aber Kleidung mit kleineren Mängeln dann nach Asien.

Deshalb findet man auch häufig auf diesen Containern die Aufschrift „bitte Schuhe nur paarweise abgeben“ etc.

Dass man dort Stoffreste abgibt – darum wird gar nicht mehr gebeten. Denn bisher war es so, dass die Stoffreste, oder Kleidung die nicht mehr getragen werden konnte, in beispielsweise der Autoindustrie als Innendämmung für das Gehäuse verwendet wurde. Davon gibt es aber zur Zeit auch ein massives Überangebot.

Meine Lieblings-Näh-Youtuberin (habe dank ihr schon so einiges zum Nähen gelernt) hat dazu auch noch einige Tipps, wie ihr Stoffreste noch weiter verwenden könnt!

2. Foam-Reste

Gerade bei Foam war ich mir immer unschlüssig, wohin ich diesen entsorgen sollte. Vom Gefühl her war dies eine Art Kunststoff und gehörte deshalb in den Gelben Sack.

Es gibt Kunststoffe, die in den Gelben Sack gehören, weil man diese dann einschmelzen und zu neuen Verpackungen formen kann. Es gibt allerdings auch solche, bei denen das aufgrund der molekularen Struktur nur bedingt bzw. sogar ganz unmöglich ist.

Hier findet ihr eine Übersicht, was alles in den gelben Sack darf und was nicht:

Der Grüne Punkt

Hier ist auch ganz klar zu sehen: Die Duschgel Verpackung gehört in den gelben Sack – die Foamreste jedoch nicht.
Immer noch unsicher, fragte ich also bei meinen örtlichen Entsorgungsbetrieben nach. Diese teilten mir daraufhin mit, dass diese Foamreste in die Restmülltonne gehören.  Es gibt vielleicht in eurem Wohnort andere Regeln, allerdings könnt ihr diese ebenfalls einfach in einer Email erfragen, falls ihr euch nicht sicher seid.

Abschließend würde ich sowieso nur empfehlen kleine Foam-Stücke zu entsorgen und die etwas größeren für kommende Projekte aufzubewahren. Ich habe mir dazu einfach eine große Box von Amazon* geholt und bewahre dort alle Reste auf.

3. Worbla Reste

Ich denke dass ich dazu nicht besonders viel erzählen brauche: denn Worbla-Reste werden niemals entsorgt – dafür ist das Material einfach zu teuer und außerdem lässt sich aus den Resten noch einiges (gerade filigranes) zaubern. Bewahrt sie also immer gut auf!

Alternativ könnt ihr auch wie hier vorgehen:

Mir persönlich ist das zu anstrengend, ich verwende die Überbleibsel meistens als filigrane Verzierungen oder zur Stabilisierung.

4. Styropor (EPS)

Bild: Obi.de

Im Grunde genommen hat dieses Produkt dasselbe Problem wie Tempos. Es heißt einfach wie die namenhaftesten Hersteller.

Der Einfachheit halber, werde ich diese Bezeichnungen auch beibehalten.

Styropor kann im Baumarkt oder Bastelbedarf gekauft werden. Jedoch ist die Trennung wiederum eine ganz andere.

Das hängt davon ab, wofür der eigentliche Einsatz von Styropor gedacht war.

 

Beispiele sind etwa das Styropor-Innenleben des Kartons für den PC-Monitor-, EPS-Kugeln oder -Schnipsel aus Versandkartons oder Obstschalen aus dem Supermarkt.

Doch das Styropor welches im Baumarkt gekauft werden kann, muss anders entsorgt werden. Da dies meistens als Dämmmaterial (auch EPS genannt) auf der Baustelle dienen soll, wird diesem den Brandschutzvorgaben gemäß, ein Flammschutzmittel zugesetzt.

Ist das der Fall, muss diese Art von Styropor im Restmüll entsorgt werden.

Man erkennt ob man Styrodur (XPS) oder Styropor (EPS) vor sich hat anhand dessen, dass man bei Styropor (EPS) noch die einzelnen Perlen erkennen kann, bei Styrodur (XPS) hat man jedoch eine geschlossene Schaumstruktur. Meistens werden Styrodurplatten (XPS) auch farblich gekennzeichnet – beispielsweise durch Grün oder Pink. Und damit kommen wir auch schon zum Styrodur.

5. Styrodur (XPS)

Bild: Obi.de

Die Entsorgung von Styrodur (XPS):
Dabei gibt es zwei gravierende Unterschiede. Der liegt allerdings wieder im Zusatzstoff der eine Ausbreitung eines potentiellen Feuers verhindern soll.

Es gibt das Flammschutzmittel Polymer-FR, welches bisher als relativ unbedenklich gilt, sollte es abgerissen oder verbrannt werden. Diese Platten dürfen auch im normalen Bauabfall auf dem Wertstoffhof entsorgt werden.

Bei einigen Platten gilt jedoch folgendes:

Früher wurde der Stoff HBCD zugesetzt, der jedoch gesundheitliche Folgen für Menschen und Umwelt haben kann, wenn er abgerissen oder verbrannt wird.
Seit 2018 ist es deshalb verboten Dämmplatten mit diesem Zusatz im üblichen Bauabfall zu entsorgen, sondern gelten als Sondermüll.
Deshalb achtet beim Kauf einer Styrodurplatte genau darauf, welche Zusatstoffe enthalten sind!

Das vereinfacht euch nicht nur die Entsorgung, sondern schont auch den Geldbeutel, wenn man keinen Sondermüll anmelden muss.

Du möchtest keinen Beitrag mehr verpassen? Dann trage dich in den Newsletter ein!

EvelynCosplay

Cosplayerin aus dem schönen Süddeutschland. Betreibt Cosplay seit 2015 und den Cosplay Blog seit 2019.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar