Patreon – Fluch oder Segen für Cosplayer?

Patreon – Fluch oder Segen für Cosplayer?

Du möchtest mit Cosplay Geld verdienen und als Neben- wenn nicht gar als Haupttätigkeit für deinen Lebensunterhalt verwenden, weißt aber nicht wie? Die einfachste Antwort ist: Natürlich mit Crowdfunding über Patreon! 

„Aber ist das nicht da wo sich die Cospalyerinnen nackt für Geld zeigen?“

Nein! -Doch! -Oder eher etwas dazwischen?

Was ist Patreon?

Viele kennen Patreon oder haben zumindest schon mal davon gehört. Im Zusammenhang mit Cosplay kennt man Patreon aber eher in einem Zusammenhang – Leicht bekleideten Frauen. Das ist aber eigentlich nicht das, wofür Patreon wirklich steht.Patreon ist eine Crowdfunding Plattform, auf der ihr verschiedenste Menschen oder Projekte unterstützen könnt. Es gibt keine Hauptzielgruppe von Patreon. Patreon ist für jeden etwas der eine kleine oder große Fanbase hat, die ihn dauerhaft finanziell Unterstützen möchte. So gibt es auf Patreon für jeden etwas. Meist sind es Kreative Menschen die Content für eine kleinere Gruppe macht. Vorallem Podcasts, Websites, Musiker, Künstler und Andere profitieren dabei von Patreon.

Was ist also das Problem?

Während es in anderen Bereichen vollkommen normal ist um Unterstützung über Patreon zu werben, so ist das im Bereich Cosplay anders. Die meisten denken bei Cosplay im Zusammenhang mit Patreon an knapp gekleidete Damen.

Und tatsächlich ist es so, dass Patreon dafür wohl gerne genutzt wird. Das ist auch Verständlich. Patreon bietet hier einige Vorteile. Je nachdem wie viel Geld ein Patron zahlt, kann ich ihm andere Posts und Fotos anzeigen lassen. Leute die mehr spenden bekommen also mehr zu sehen (oder weniger – wie auch immer man es bezeichnen will).

Das Problem ist nur, dass genau diese Entwicklung zum erotischen Cosplay das benutzen von Patreon für andere Cosplayer schwieriger macht. Der Grund dafür ist einfach. Die Leute verbinden Patreon mit Freizügigkeit. Wer mehr zahlt, bekommt mehr nackte Haut zusehen. Will ich aber überhaupt nackte Haut zeigen?
Nein, will ich nicht. Ich habe schon einige Anfragen erhalten, was denn meine besonderen Ziele auf Patreon sind. Ob man nicht für ein 100$ Patreon einige besondere Bilder in Unterwäsche machen kann. Diese Anfragen bekommt man auch so manchmal über Facebook oder Instagram, aber bei Patreon gehen die Leute schon davon aus, dass man ja sagt. Sie kennen es wohl nicht anders. Dementsprechend gibt es meines Wissens relativ wenige normale Cosplayer auf Patreon. Dabei ist Patreon wirklich gut um seinen Patronen z.B. Tutorials, Schnittmuster oder andere hilfreiche Dateien anzubieten.

 

Wie also das Problem lösen?

Ich glaube viele andere Cosplayer scheuen sich aufgrund der oben genannten Problematik vor Patreon. Das ist aber genau der falsche weg. Eigentlich sollten möglichst viele normale Cosplayer ihre Arbeit dort zeigen, um so zu zeigen, dass Patreon nicht nur freizügig sein kann. Aber anscheinend hat sich eine andere Lösung in den Vordergrund gedrängt – Man sucht einfach nach anderen Plattformen. So haben viele Cosplayer nun eine eigene Seite bei Ko-fi. Auch dort ist es möglich etwas zu spenden und dem Cosplayer ein Dankeschön zukommen zu lassen. Während Patreon eine Art monatliches Abo für den Patron darstellt, kauft man bei Ko-fi dem Seitenersteller einmalig einen „Kaffee“. Man kann auch Ziele angeben die man mit dem Geld erreichen will. Ko-fi ist daher sicher eine gute Alternative aber kann Patreon nicht ersetzen.

Die Arbeit und die Leute, die es wirklich Wertschätzen?

Allgemein ist es immer schön Unterstützer zu haben, egal ob sie Geld geben oder nicht. Trotzdem baut man oft zu den Patronen oder auch z.B. Subscriber in Twitch eine ganz andere persönliche Verbindung auf als zu „normalen“ Follower.

Man merkt sich Namen und man weiß auch für wen man das ganze macht. Außerdem können genau diese Leute auch motivieren oder neue Denkanstöße geben. Man hat wirklich manchmal das Gefühl, dass diese Leute einen als Person und die Arbeit die man sich macht viel mehr zu schätzen wissen, als ein einfacher Follower. Natürlich stimmt das nicht immer. Durch den näheren Kontakt den man mit den Leuten pflegt, wird einem aber auch das Urteil von diesen wichtiger. Man baut sich wirklich eine Fanbase oder Community auf.

Was, wenn man einen Künstler unterstützen möchte, aber kein Geld dafür ausgeben kann/will?

Natürlich kann nicht jeder monatlich etwas seines Geldes dafür ausgeben, um seine liebsten Künstler zu unterstützen. Das ist auch nicht zwingend notwendig! Es gibt einige Möglichkeiten, wie man dies auch ohne finanzielle  Hilfe machen kann:

  1. Like ihre Posts auf ihren Social Media Kanälen!
  2. Teile ihre Werke! (egal ob auch auf Social Media oder du deinen Freunden davon erzählst)
  3. Sag dem Künstler direkt, was genau du an seinen Werken besonders magst/ oder ein bestimmtes besonders gelungen findest

Dir hat das gefallen? Dann folge mir!

EvelynCosplay

Junge deutsche Cosplayerin aus dem schönen Süddeutschland. Betreibt Cosplay seit ca. 2015 und dein Cosplay Blog sowie Gaming Blog seit 2019.

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