You are currently viewing How to … 3D Druck für Einsteiger – Das Filament
Titelbild 3D Druck Filament

How to … 3D Druck für Einsteiger – Das Filament

Da ich bereits über EVA Foam und Worbla geschrieben habe, wie man diese bearbeitet, grundiert und woher man diese auch bekommen kann – fehlte nur noch ein großer Punkt der Cosplay Materialien:
Der 3D Druck.

In diesem Beitrag zeige ich deshalb auf, was die Vor- und Nachteile der gängigsten Filamente für Anfänger sind.

Übersicht Themen

1. PLA (Polylactic Acid)

PLA Filament

PLA ist das beliebteste Filament für 3D Drucke. Es ist einfach zu verarbeiten und zudem noch relativ preisgünstig. Außerdem ist es biologisch abbaubar, da es aus Tapioka Wurzeln, Zuckerrohr, sowie Mais- und Kartoffelstärke hergestellt wird.

Durch die Zusammensetzung bindet es Wasser, was dazu führen kann, dass es nach falscher Lagerung porös und spröde wird.

1.1 PLA Vorteile

  • lebensmittelecht
  • günstig in der Anschaffung

1.2 PLA Nachteile

  • kann spröde/porös werden
  • schlechte mechanische Eigenschaften
  • anfällig für Verstopfung der Druckerdüse
  • zieht Wasser an
  • schmilzt ab 60° Celsius
  • nicht ganz so stabil

2. ABS (Acrylonitril-Butadien-Styrol-Copolymer)

ABS Filament

ABS ist direkt hinter PLA eines der beliebtesten Filaments für 3D Drucke. Anders als PLA ist ABS allerdings nicht umweltfreundlich und wird aus Erdöl hergestellt. Zudem können nicht alle Drucker ABS verarbeiten. Prüfe daher vorher, ob dein Drucker dafür geeignet ist!

Die Drucke mit ABS haben eine deutlich höhere Festigkeit und eignen sich besonders gut für stabile als auch bewegliche Teile.

2.1 ABS Vorteile

  • für Profis als auch Anfänger geeignet
  • langlebig
  • robust, stabil und widerstandsfähig
  • das günstigste Filament
  • hält unterschiedlichen Temperaturen gut stand
  • weniger oft Probleme wie. z.B. Verstopfungen der Düse
  • für bewegliche und stabile Teile ideal

2.2 ABS Nachteile

  • Aus Erdöl hergestellt
  • hohe Temperaturen, um den Schmelzpunkt zu erreichen
  • stößt beim drucken gesundheitsschädliche Dämpfe aus
  • nicht lebensmittelecht

3. PETG (Polyethylenterephthalat)

PETG Filament

PETG ist der Kompromiss aus PLA und ABS: Es lässt sich einfacher drucken, ist für die meisten Drucker geeignet und dabei trotzdem lebensmittelecht und haltbarer. Damit kannst du also Vasen, Teller und Tassen problemlos drucken.
Durch die hohe Belastbarkeit ist er auch sehr beliebt um mechanische Teile zu drucken.

3.1 PETG Vorteile

  • lebensmittelecht
  • mittleres Preissegment
  • beim überhitzen wird es nicht spröde
  • umweltfreundlich
  • hohe UV-Beständigkeit
  • schwerer entflammbar
  • hohe Witterungsbeständigkeit

3.2 PETG Nachteile

  • nicht zu 100 % UV-beständig

4. Nylon (Polyamid)

Nylon Filament

Nylon ist ebenfalls ein Polyamid. Die Komponenten für Nylon sind Wasser, Kohlenstoff und Luft.
Dieses Filament ist nicht nur im Hobby-Bereich oft zu finden, sondern wird auch aufgrund seiner Eigenschaften gerne in der Industrie eingesetzt.
Es ist äußerst stabil, hart, haltbar und auch flexibel. Jedoch auch gleichzeitig nicht sonderlich einfach zu drucken.

4.1 Nylon Vorteile

  • lange Haltbarkeit
  • hohe Stabilität und Belastbarkeit
  • nahezu unzerbrechlich
  • hohe Flexibilität
  • witterungsbeständig
  • weniger spröde als ABS oder PLA
  • zu 100 % thermoplastisch
  • geringes Eigengewicht
  • nachträgliches Einfärben möglich
  • günstiger Preis
  • hohe Resistenz gegenüber Chemikalien, Alkoholen und Lösungsmittel

4.2 Nylon Nachteile

  • hohe Temperaturen notwendig
  • neigt dazu, Fäden zu ziehen
  • starkes Warping
  • beheizter Bauraum empfehlenswert
  • langsamer Druck erforderlich
  • hoher Düsenverschleiß
  • hochpreisig

5. Printdateien Websiten

Natürlich kannst du deine 3D Druck Datei auch selbst modellieren. Jedoch gibt es aber mittlerweile auch diverse Websites, über die man schon fertige Designs herunterladen kann. Hier findest du auch geeignete Dateien für deine Probedrucke:

EvelynCosplay

Cosplayerin aus dem schönen Süddeutschland. Betreibt Cosplay seit 2015 und den Cosplay Blog seit 2019.

Schreibe einen Kommentar